Praxis Dr. med. Julia Spenner

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Mein Frühstückstipp: Hafer-Porridge

Dr. Julia Spenner - Ärztin für ganzheitliche Medizin in Kiel

warm, unkompliziert – und erstaunlich wirkungsvoll

Ein warmes Frühstück ist aus Sicht der Traditionellen Chinesischen Medizin kein Wellness-Trend, sondern liefert eine solide Basis für den Tag.

Gerade am Morgen sind die Organe der Wandlungsphase Erde besonders aktiv. Wenn Sie jetzt etwas Warmes essen, kommen Stoffwechsel und Verdauung leichter in Schwung.

Oder anders gesagt:
Mit kaltem Müsli starten Sie den Tag auf Stand-by.
Mit warmem Frühstück drücken Sie auf „Start“.

Zutaten:

·      Haferflocken

·      Birne oder gefrorene Beeren

·      Walnüsse, Mandeln oder Kürbiskerne, o.ä.– nehmen Sie, was Sie mögen

·      Etwas Weidebutter, Sahne oder Kokosfett (optional, aber sinnvoll)

·      Zimt

·      Eine Prise Salz

·      Nach Belieben Wasser oder pflanzliche Milch (z. B. Reis-, Mandel- oder Hafermilch)

·      Optional: Eiweißpulver

Zubereitung

Birne klein schneiden oder die gefrorenen Beeren direkt in den Topf geben.
Alles bei niedriger Hitze mit Wasser oder pflanzlicher Milch kurz aufkochen.
In eine Schale füllen, warm essen – fertig.

Kein Hexenwerk. Aber ein großer Unterschied.

Warum dieses Frühstück besser funktioniert

Hafer ist für den Körper meist besser verträglich als viele andere Getreidesorten. Er ist unkompliziert, gut verdaulich und macht genau das, was er soll: Energie liefern, ohne Stress zu machen.

Trotzdem gilt:
Ein Frühstück, das nur aus Kohlenhydraten besteht, hält selten lange satt.
Auch dann nicht, wenn der Blutzucker langsamer ansteigt als nach Croissant oder Marmeladenbrot.

Damit Sie nicht zwei Stunden später schon wieder auf Nahrungssuche sind, braucht es morgens Eiweiß und Fett.
Diese Kombination sorgt für einen ruhigeren Blutzuckerverlauf und deutlich mehr Durchhaltevermögen – körperlich wie geistig.

Obst – clever gewählt

Die Birne ist aus TCM-Sicht ein Klassiker. Sie unterstützt Körpersäfte Entgiftung.

Gefrorene Beeren sind ebenfalls eine sehr gute Wahl: kaum Fruchtzucker, viele sekundäre Pflanzenstoffe, antioxidativ und entzündungshemmend.

Von der Banane hingegen ist abzuraten. Sie enthält viel Fruchtzucker und bringt den Blutzucker morgens eher aus dem Gleichgewicht als in Schwung.

Zur Milchfrage

Aus Sicht der TCM ist Kuhmilch eher zu meiden, da sie die Bildung von Schleim begünstigen kann. Hinzu kommt: Das enthaltene Casein kann entzündliche Prozesse fördern – vor allem bei entsprechender individueller Veranlagung.

Sojamilch wirkt auch erhitzt eher kühlend und passt daher ebenfalls weniger gut zu einem warmen Frühstück.

Was viele nach einiger Zeit bemerken

  • weniger Blähungen und Völlegefühl
  • eine insgesamt ruhigere Verdauung
  • mehr Energie am Vormittag

Und ja – häufig purzeln durch die bessere Stoffwechselaktivierung ganz nebenbei auch ein paar Kilo. Nicht durch Diät, sondern weil der Körper endlich das tut, wofür er gedacht ist.

Für wen dieses Frühstück besonders sinnvoll ist

  • Für Alle die sich im Alltag viel konzentrieren müssen (auch Kinder!)
  • mit Verdauungsbeschwerden,
  • bei Erschöpfung, chronisch Kranke, und alle die leicht Frieren
  • Haut- oder Stoffwechselproblemen

Und falls Sie sich fragen:
Ja – das Hafer-Porridge schmeckt auch mittags oder abends.
Aber morgens wirkt es einfach am besten.

Guten Appetit.

Mehr Tipps finden Sie in meinem Buch → Heilen mit TCM