Praxis Dr. med. Julia Spenner

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Traditionelle Chinesische Medizin & Akupunktur

Ein anderer medizinischer Blick

Vielleicht kennen Sie diese Situation: Untersuchungen sind unauffällig, Laborwerte im Normbereich, „organisch ist alles in Ordnung“ – und trotzdem fühlen Sie sich erschöpft, aus dem Gleichgewicht geraten oder dauerhaft belastet. Schmerzen, innere Unruhe, Schlafstörungen oder andere Beschwerden bleiben bestehen, ohne dass sich eine eindeutige Ursache finden lässt.

Gerade bei solchen funktionellen Beschwerden stößt die westliche Schulmedizin häufig an ihre Grenzen. Denn wenn Organe gesund sind, aber die Regulation gestört ist, greifen rein organbezogene Erklärungs- und Behandlungsansätze oft zu kurz.

Hier setzt die Traditionelle Chinesische Medizin an. Ein zentraler Schwerpunkt der TCM liegt in der Behandlung vegetativer Regulationsstörungen. Sie betrachtet nicht nur einzelne Symptome, sondern fragt danach, warum der Körper aus dem Takt geraten ist – und wie sich diese Prozesse wieder stabilisieren lassen.

Das braucht Zeit. TCM ist keine Fünf-Minuten-Medizin. Eine sorgfältige Anamnese hat einen hohen Stellenwert, weil oft erst im Zusammenhang aus Beschwerden, Lebensumständen und körperlichen Reaktionen ein stimmiges Gesamtbild entsteht. Viele Patientinnen und Patienten empfinden genau das als entlastend: Ihre Beschwerden werden ernst genommen – auch dann, wenn sie sich nicht eindeutig messen oder einem einzelnen Organ zuordnen lassen.

Schulmedizin und TCM – sinnvoll kombiniert

Ganzheitliche Medizin in der Prxis Dr. Spenner (Schematische Abbildung mit dem Yin&Yang-Zeichen, darin Tabletten und pflanzliche medikamente)

Vielleicht fragen Sie sich, wie sich Traditionelle Chinesische Medizin und Schulmedizin zueinander verhalten. Für mich ist das kein Entweder-oder. Beide haben ihren festen Platz – und beide haben ihre Grenzen.

Es gibt Situationen, in denen schulmedizinische Diagnostik und Therapie unverzichtbar sind und schnell Klarheit schaffen müssen. Ebenso gibt es Beschwerdebilder, bei denen eine rein symptomorientierte Behandlung langfristig nicht weiterführt oder keine zufriedenstellende Erklärung liefert. In meiner Praxis kombiniere ich deshalb beide Ansätze dort, wo es sinnvoll ist.

Die TCM folgt dabei einer anderen diagnostischen Logik. Sie fragt weniger nach einzelnen Befunden, sondern nach funktionellen Zusammenhängen im Körper: Wie reagiert das Nervensystem? Wo zeigen sich Spannungs- oder Erschöpfungsmuster? Welche Belastungen wirken im Hintergrund mit?

Welche Gewichtung Schulmedizin oder TCM in Ihrer Behandlung haben, entscheiden wir individuell – abhängig von Ihrer Situation, Ihren Beschwerden und Ihren Zielen. Manchmal steht die Schulmedizin im Vordergrund, manchmal die TCM, oft ergänzen sich beide auf natürliche Weise. Mir ist wichtig, dass Entscheidungen transparent besprochen werden – ohne Dogmen, ohne Zeitdruck.

Wie aus der Diagnose eine individuelle Behandlung entsteht

Aus der TCM-Diagnose entwickelt sich kein festes Behandlungsschema, sondern ein individuelles therapeutisches Vorgehen. Welche Maßnahmen sinnvoll sind, hängt von Ihren Beschwerden, Ihrer Konstitution und Ihrer aktuellen Lebenssituation ab – und kann sich im Verlauf verändern.

In der Praxis bedeutet das: Wir beginnen dort, wo der größte Handlungsbedarf besteht. Oft stehen zunächst körperliche Beschwerden im Vordergrund, weitere Aspekte ergeben sich Schritt für Schritt im Verlauf der Behandlung. Das Tempo bestimmen wir gemeinsam – angepasst an das, was für Sie realistisch und gut umsetzbar ist.

Ein wichtiger Bestandteil meiner Arbeit sind konkrete Empfehlungen für den Alltag. Viele Patientinnen und Patienten schätzen es, nicht nur behandelt zu werden, sondern auch zu verstehen, was sie selbst unterstützen können – zum Beispiel in den Bereichen Ernährung, Lebensstil, Belastungssteuerung oder Regeneration. Diese Impulse sind bewusst alltagstauglich gehalten und lassen sich gut in den Alltag integrieren.

Die Traditionelle Chinesische Medizin bietet verschiedene therapeutische Möglichkeiten, die je nach Situation kombiniert werden können – etwa Akupunktur, chinesische Arznei- und Kräutertherapie, Ernährung nach den 5 Elementen oder ergänzende Verfahren. Entscheidend ist nicht die Methode, sondern was in Ihrer Situation wirklich hilft.

Viele der Fragen, die dabei im Laufe der Behandlung entstehen, habe ich auch in meinem Buch aufgegriffen. Es enthält praktische Hinweise, Hintergrundwissen und Orientierungshilfen, die aus der täglichen Arbeit mit Patientinnen und Patienten entstanden sind. Wer Inhalte vertiefen oder zwischen den Terminen nachlesen möchte, findet dort eine sinnvolle Ergänzung.
→ Heilen mit TCM

Wann TCM sinnvoll sein kann – und was Sie erwarten dürfen

Die Traditionelle Chinesische Medizin wird aus ganz unterschiedlichen Gründen gewählt. Manche Patientinnen und Patienten kommen, weil Beschwerden schon länger bestehen. Andere suchen bewusst eine sanfte, regulierende Ergänzung oder Alternative zur Schulmedizin – zum Beispiel bei klaren Diagnosen wie Rücken- oder Gelenkbeschwerden, Migräne oder Bandscheibenproblemen.

TCM eignet sich sowohl bei komplexeren Beschwerdebildern als auch bei eindeutig zuordenbaren Symptomen. Sie kann Schmerzen lindern, Spannungen regulieren und Heilungsprozesse sinnvoll unterstützen – auch begleitend zu schulmedizinischen Behandlungen.

Mir ist wichtig, dass Sie wissen, was Sie erwartet und sich gut aufgehoben fühlen. Wir besprechen gemeinsam, welche Möglichkeiten sinnvoll sind, welche Schritte realistisch sind und wie sich die Behandlung in Ihren Alltag integrieren lässt.

Viele Patientinnen und Patienten schätzen an der TCM ihre sanfte Wirksamkeit und den ganzheitlichen Ansatz, der den Körper unterstützt und seine Eigenregulation stärkt – ärztlich begleitet, individuell abgestimmt und mit einem klaren Blick auf das, was Ihnen wirklich hilft.

Zur Orientierung:
– Häufige Fragen & Antworten
– Grundlagen TCM verstöndlich erklärt
– TCM-Tippps für die Selbstanwendung zuhause